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SMART GREEN CITY

KONSTANZ VERNETZT GESTALTEN

Das Programm Smart Green City

Im Programm Smart Green City führt die Stadt Konstanz zusammen mit PartnerInnen Pilotprojekte durch, in denen innovative und für Konstanz passgenaue Anwendungen und Lösungsansätze entwickelt und erprobt werden. Die Stadt nimmt die vielseitigen Digitalisierungsprojekte selbst in die Hand, um im Sinne der KonstanzerInnen Entscheidungen auf der Basis eigener Daten treffen zu können – unabhängig von großen Konzernen, mit lokalem Know-how und echtem Interesse an der Stadt.

Gefördert wird das Programm im Rahmen des Bundesförderprogramms Modellprojekte Smart Cities

Projekt des Monats

Die Projekte

In jedem der Smart Green City Projekte wird eine Technologie oder ein neuer Ansatz, z. B. die Datenplattform, smarte LED-Beleuchtung , das Assistenzssystem für die Bodenseeschifffahrt oder die Maßnahmen der Innenstadt von morgen, zunächst im Kleinen, d. h. auf einer Brücke, in einem Quartier oder in den Sommerorten ausprobiert. So wird getestet, gelernt und angepasst, bevor das Vorgehen auf weitere Brücken oder Quartiere im Stadtgebiet ausgeweitet wird.

Kommende Veranstaltungen

Luftbild der Konstanzer Europabrücke bei Dunkelheit. Die Brücke ist hell erleuchtet, dahinter liegt dunkel der Seerhein.

Abendspaziergang „Licht an für den Umweltschutz“

Datum

Wie hell ist eigentlich „zu hell“? Und wie lässt sich Straßenbeleuchtung nachts umweltverträglich steuern? Bei einem Spaziergang am Seerhein erklärt Simon Wachter von den „Paten der Nacht“ welche Folgen übermäßige Beleuchtung für Tiere und Umwelt hat.

neue Pflanzkübel mit Bäumen sorgen für mehr Aufenthaltsqualität. Sitzgelegenheiten und Sandkasten laden zum Verweilen ein.
Gespeichert von Team Smart Green City am
21
01
2026

Sommerorte im Fokus der Fachkreise

Die drei Sommerorte des Projekts "Innenstadt von morgen" stoßen auf großes Interesse und werden von Fachkreisen und Magazinen aufgegriffen. 

Foto vom Ratssaal
Gespeichert von Team Smart Green City am
18
12
2025

Gemeinderat beschließt weiteres Vorgehen

Der Gemeinderat beschloss in der Sitzung am 16.12.2025, das Programm Smart Green City im Szenario "Wirken & Kürzen PLUS" fortzuführen. 

 

Drei Personen stehen in einem modernen, hell beleuchteten Raum an einem Arbeitstisch und arbeiten gemeinsam an einem Solarmodul. Eine Person rechts hält ein Kabel und greift zu einer Crimpzange, auf dem Tisch liegen weitere Werkzeuge.
Gespeichert von Team Smart Green City am
13
11
2025

Neues Leben für gebrauchte Solarmodule

Balkon‑Steckersolargeräte selbst bauen mit Smart Green City und Kulturkiosk Schranke e.V.

Kurz und einfach - Smart Green City Konstanz

Das Programm Smart Green City besteht aus 11 Projekten, die als innovative digitale Angebote und Anwendungen die nachhaltige Entwicklung in der Stadtgesellschaft vorantreiben. Jedes dieser Projekte orientiert sich an der vom Gemeinderat beschlossenen Vision: „Konstanz wird mit Hilfe intelligenter Technologien eine digitale und nachhaltige Stadt. Wir fördern Lebensqualität sowie Teilhabe und werden gleichzeitig den Ressourcenverbrauch minimieren.“ Mit der Entscheidung zum Programmtitel Smart Green City wird herausgestellt, dass die weitgehende Klimaneutralität bis Ende 2035 das übergeordnete Anliegen des Programms und der Stadt Konstanz ist.

In den Projekten werden Anwendungen und Lösungsansätze für Konstanz entwickelt und erprobt, die den lokalen Anforderungen gerecht werden. Die Stadt nimmt die vielseitigen Digitalisierungsprojekte selbst in die Hand, um im Sinne der KonstanzerInnen Entscheidungen auf der Basis der eigenen Daten treffen zu können – unabhängig von großen Konzernen, mit lokalem Know-how und echtem Interesse an der Stadt.

Die Stadt Konstanz führt die Projekte zusammen mit PartnerInnen aus unterschiedlichen Bereichen durch; darunter sind die Universität Konstanz, die HTWG, die Entsorgungsbetriebe, die Technischen Betriebe und die Stadtwerke sowie lokale Unternehmen und Vereine.
Finanziert wird das Programm mit einem Gesamtvolumen von 9,1 Mio. € im Rahmen des Förderprogramms „Modellprojekte Smart Cities“ des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen. 3,2 Mio. € stammen aus dem städtischen Haushalt oder von ProjektpartnerInnen, der Rest wird vom Bund finanziert.

 

Welche Vorteile bringt das Programm Smart Green City mir als KonstanzerIn?

Im Programm Smart Green City sollen Lösungen für gegenwärtige und zukünftige Herausforderungen und Problemstellungen in Konstanz entwickelt und erprobt werden. Ein besonderer Fokus liegt auf einer nachhaltigen Entwicklung der Innenstadt mit Hilfe digitaler Ansätze. Das bedeutet, dass beispielsweise die Folgen des Klimawandels oder der Verkehrsströme anhand von im Stadtgebiet erhobener Daten beschrieben werden. Hierzu gehören Temperaturmessungen, um herauszufinden, auf welchen Plätzen und an welchen Orten die Hitze im Sommer besonders groß ist, oder das Erfassen von Fahrzeugen, die in die Innenstadt fahren, um Staus vorhersagen zu können. Auf der Grundlage dieser Daten können anschließend Maßnahmen ergriffen werden, wie die Beschattung oder eine Umleitung des Verkehrs, die zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität beitragen.

Ein weiterer Fokus ist die Einsparung von Ressourcen. So kann durch das Umrüsten der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik mit Hilfe von Sensorik die Beleuchtung dem aktuellen Bedarf entsprechend gesteuert werden: Ist kein Verkehr, sind die Leuchten im Ruhemodus, kommt Verkehr auf, werden die Leuchten dynamisch und mitlaufend erhellt.

Welche Rolle spielt die Digitalisierung im Programm Smart Green City?

Kern des Programms Smart Green City ist die nachhaltige Stadtentwicklung. Ziel ist ein lebenswertes Konstanz, das digitale Anwendungen und Werkzeuge nutzt. Die Werkzeuge liefern Daten, die bei der Stadtverwaltung gerade im Rahmen von Planungsprozessen und zur Entscheidungsfindung helfen können. Digitalisierung wird im Programm als Mittel zum Zweck verstanden.

Welche Rolle spielen Daten?

Daten spielen eine entscheidende Rolle für die Zukunftsfähigkeit einer Stadt. Bisher stehen der Stadtverwaltung allerdings noch relativ wenige Daten zur Verfügung. Mit der Erhebung und Nutzung von eigenen Daten und eigener Sensorik kann die Entscheidungsfindung in der Stadtverwaltung unterstützt und diese für die BürgerInnen nachvollziehbar gemacht werden. Denn mit Hilfe von Daten kann erst der Ist-Zustand und später der Effekt einer Maßnahme erfasst und beschrieben werden. So können beispielsweise im Sommer Hitzeinseln in der Innenstadt erkannt werden und die zur Kühlung ergriffenen Maßnahmen, wie die Beschattung oder die Begrünung, bewertet werden.

Den KonstanzerInnen können Daten und Sensorik auch im Alltag helfen, z.B. durch eine Anwendung zur inklusiven Routenplanung, bei der Personen mit eingeschränkter Mobilität Wege vorab digital abfahren und somit Hindernisse wie Kopfsteinpflaster, hohe Bordsteinkanten oder Baustellen erkennen und vermeiden können. 

Werden die Konstanzer jetzt überwacht? Was ist mit Datenschutz?

Die in den Smart Green City-Projekten erhobenen Daten sind allgemeine Stadtdaten wie Klima- und Umweltdaten. Daten, die mit Personen in Zusammenhang stehen, werden derart erhoben, dass Rückschlüsse auf Personen unmöglich sind. Dies trifft auf Projekte wie die prädiktive KI- Ampelschaltung und Energieplanung im Quartier  zu. Hier werden die VerkehrsteilnehmerInnen von der KI-Ampel als Punktewolken erfasst und die Daten für die Energieplanung lassen sich nicht den einzelnen Haushalten zuordnen.

Die Stadt Konstanz ist sich ihrer Verantwortung im Umgang mit Daten bewusst und kommt dieser mit der städtischen Koordinierungsstelle für den Datenschutz nach. Zusätzlich wurde im Rahmen des Programms Smart Green City in einem Beteiligungsprozess mit VertreterInnen aus Wissenschaft, Verwaltung und Bürgerschaft ein Entwurf zur Konstanzer Datenethik entwickelt. Die Konstanzer Datenethik soll den ethischen Umgang mit Daten sicherstellen.

Warum will die Stadt Konstanz selbst Lösungen entwickeln? Kann man nicht einfach fertige Anwendungen einkaufen?

Hinter dem Programm Smart Green City steht die Überzeugung, dass wir Digitalisierung brauchen, um knappe Ressourcen optimal zu nutzen. Die Teilnahme am Bundesförderprogramm „Modellprojekte Smart Cities“ verschafft der Stadt Konstanz einen zeitlichen Vorteil, um bereits jetzt wertvolle Erkenntnisse sammeln zu können. Zudem bieten die in den Projekten entwickelten Anwendungen und Ansätze passgenaue Lösungen für die Konstanzer Bedarfe. Hierzu zählen, neben der Grenzlage und den damit verbundenen PendlerInnenbewegungen, die historische, denkmalgeschützte Altstadt, die Lage am Wasser und der Mangel an Flächen. Die Stadt Konstanz macht sich darüber hinaus unabhängiger von kommerziellen Anbietern, indem sie eigenes Wissen aufbaut, und behält somit auch die Hoheit über ihre Daten.

Neben der finanziellen Förderung von 65 % bietet das Bundesförderprogramm „Modellprojekte Smart Cities“ einen Wissensaustausch zwischen den geförderten Kommunen

Wieso ist von Pilotprojekten die Rede?

Die Idee hinter den Pilotprojekten ist, eine Technologie oder einen neuen Ansatz, z. B. die KI-gesteuerte Ampel, die smarte LED-Beleuchtung oder die Energieplanung, zunächst im Kleinen, d. h. an einer Kreuzung, auf einer Brücke oder in einem Quartier auszuprobieren. Es kann getestet, gelernt und angepasst werden, bevor das Vorgehen auf weitere Kreuzungen, Brücken oder Quartiere im Stadtgebiet ausgeweitet wird.

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